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Brustvergrößerung
Seit über 40 Jahren werden Implantate zur Brustvergrößerung erfolgreich verwendet. Die Implantate konnten durch die Zusammenarbeit zwischen Patienten, Medizinern und Herstellern immer weiter verbessert werden.

Auf Grund der hohen Qualität der modernen Silikonimplantate ist ein Auslaufen unwahrscheinlich geworden. Ebenso konnte die Rate der Kapselfibrose (Brustverhärtung) durch die texturierte Oberfläche deutlich gesenkt werden. Auch ein in der Vergangenheit üblicher Implantatwechsel 10 Jahre nach der Brustvergrößerung ist nicht mehr erforderlich.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass kein Zusammenhang zwischen Silikonimplantaten bei der Brustvergrößerung und einer erhöhten Rate an Brustkrebs oder an Bindegewebserkrankungen, sogenannte Autoimmunkrankheiten, besteht.

Nicht jede Brust ist für eine alleinige Vergrößerung geeignet. Bei stark erschlafften Brüsten kann gleichzeitig eine Bruststraffung notwendig werden.

Technik

Für die Brustvergrößerung gibt es mehrere Techniken, die Ihre Vor- und Nachteile haben. Welche Technik zu empfehlen ist hängt von dem individuellen Ausgangsbefund und den Patientenwünschen ab.

Implantate für die Brustvergrößerung können unter die Brustdrüse oder unter die Muskulatur eingebracht werden. Die Größe, Art und Form des einzubringenden Implantates wird mit der Patientin vor der Operation besprochen.

Sportliche Aktivitäten sowie schwere körperliche Arbeit sollten für ca. 2 Wochen nach der Brustvergrößerung vermieden werden.


Häufige Fragen vor einer Brustvergrößerung


Welche Operationsmethoden gibt es bei einer Brustvergrößerung?

Es gibt keine einheitliche standardisierte Operationsmethode. Grundsätzlich ist eine Brustvergrößerung mit Implantaten über einen Schnitt in der Brustumschlagfalte, einen Schnitt in der Achselhöhle oder einen Schnitt im Bereich der Brustwarze bzw. des Brustwarzenhofs möglich.


Die am meisten angewandte Operationsmethode ist dabei der Schnitt in der Brustumschlagfalte. Welche Operationsmethode für Sie am besten geeignet ist, wird in einem persönlichen und ausführlichen Beratungsgespräch erörtert und ist auch abhängig von Ihren individuellen Voraussetzungen und Vorstellungen sowie der späteren Lage und Beschaffenheit der Implantate.

 

Wo wird das Implantat eingebracht?
Das Implantat kann über oder unter dem Brustmuskel (prämuskulär oder submuskulär) eingebracht werden. Die Entscheidung über die Lage des Implantats ist abhängig vom Untersuchungsbefund, so ist es z. B. bei sehr dünnen Haut- und Gewebeverhältnissen, sinnvoller, das Implantat unter den Brustmuskel zu legen.

 

Gibt es Unterschiede bei Implantaten?

Am gebräuchlichsten sind heutzutage Implantate mit Silikongelfüllung, die nachweislich eine hohe Haltbarkeit aufweisen und in den unterschiedlichsten Größen, Formen und Oberflächenbeschaffenheit erhältlich sind. Ein langfristiger Behandlungserfolg hängt auch von der Wahl der richtigen Implantatgröße und –form ab.


Weiter gibt es Implantate mit Kochsalzlösung als Befüllung. Diese können durch einen sehr kleinen Schnitt eingelegt und mit Hilfe eines Ventils nach dem Einsetzen befüllt werden. Bei Implantaten mit Kochsalzfüllung kann es manchmal ein Glucker-Geräusch geben, kann sich die Kochsalzlösung mit der Zeit verflüchtigen oder gar auslaufen und sind nicht so lange haltbar wie Silikonimplantate.


Alle Implantate haben ein CE-Zeichen und unterliegen dem Medizinproduktegesetz. Zu Ihrer Sicherheit erhalten Sie einen persönlichen Implantatpass mit den Daten der eingesetzten Implantate.


Der Hersteller der von uns verwendeten Implantate mit Silikongelfüllung gewährt auf die Haltbarkeit der Implantate eine lebenslange Garantie.

 

Wie lange dauert der Eingriff und der Klinikaufenthalt?

Die Operation einer Brustvergrößerung mit Implantaten wird i. d. R. in Vollnarkose durchgeführt und dauert i. d. R. 1 – 1,5 Stunden.


Wir empfehlen nach der Brustvergrößerung einen Aufenthalt von einer Nacht in unserer Privatklinik.

 

Habe ich Schmerzen nach einer Brustvergrößerung mit Implantaten?
In den ersten Tagen nach der Brustvergrößerung ist ein mehr oder weniger stark ausgeprägtes Spannungsgefühl durchaus normal, ausgeprägte Schmerzen treten eher seltener auf. Bei einer Implantatlage unter dem Brustmuskel kann es jedoch mitunter vorkommen, dass Patientinnen anfangs über Schmerzen klagen, die mit jedoch geeigneten Schmerzmitteln sehr gut zu behandeln sind.

 

Mit welchen Beeinträchtigungen muss ich nach der Brustvergrößerung rechnen, wann bin ich wieder alltagsfit?
Tätigkeiten ohne größere Kraftanstrengung können Sie bereits nach wenigen Tagen wieder nachgehen. Duschen ist bereits nach 3 – 5 Tagen wieder möglich. Ca. 6 Wochen nach der Brustvergrößerung sollte ein stützender BH getragen werden. Auf bestimmte körperbetonte Sportarten sollte in dieser Zeit verzichtet werden.

 

Ist eine regelmäßige Kontrolle oder Nachsorge erforderlich?
Etwa drei Monate nach der Brustvergrößerung sollten Sie zu einer kostenlosen Nachuntersuchung zu uns zu kommen. Die Qualität der derzeitigen Generation der Brustimplantate mit Silikonfüllung zeichnen sich durch sehr hohe Sicherheit aus, die keine regelmäßigen Kontrollen erfordern. Wir empfehlen jedoch Kontrolluntersuchungen in größeren zeitlichen Abständen.

 

Was ist eine Kapselfibrose?
Eine Kapselfibrose ist eine übermäßige bindegewebeartige Narbenbildung und Verhärtung um das Implantat (Kapselverhärtung). Dies kann zu einer schmerzhaften Verformung der Brust führen, die gelegentlich dazu führt, dass das Implantat ausgetauscht werden muss. Durch neue und verbesserte Implantate, z. B. mit texturierter Oberfläche und weiterentwickelten Operationstechniken ging die Anzahl der Kapselfibrosen in den letzten Jahren immer weiter zurück.

 

Was ist bei Vorsorgeuntersuchungen zu beachten?
Es ist sinnvoll, den behandelnden Arzt vor der Untersuchung über die Brustvergrößerung zu informieren. Die bei der Krebsvorsorge/Mammographie eingesetzten unterschiedlichen Verfahren ermöglichen eine zuverlässige Beurteilung.

 

Kann ich nach einer Brustvergrößerung noch stillen?
Eine Brustvergrößerung mit Implantaten stellt grundsätzlich kein Problem beim Stillen dar. Durch die Brustvergrößerung wird nur die Form der Brust, nicht jedoch deren Funktion verändert, da z. B. die Milchdrüsen erhalten bleiben.

 

 


 

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